Deine Tagesform-Diagramme interpretieren

Nachfolgend haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, die dir bei der Interpretation der Diagramme in der Tagesformansicht Icon_Readiness__1_.png helfen. Dazu gehören:

Icon_Lowest_Heart_Rate_Indicator.png das Diagramm Icon_Moment_Onboarding_3__1_.png deines Ruhepulses (RP) und

Icon_Lowest_Heart_Rate_Indicator.png das Diagramm Icon_HRV__2_.png deiner Herzfrequenzvariabilität (HFV).

Bevor wir ins Detail gehen, möchten wir ein paar grundlegende Informationen geben, damit du deine Tagesform-Diagramme selbst auswerten kannst. Beim Lesen dieses Artikels kannst du deine eigenen Oura-Daten heranziehen oder dich auf die Abbildungen stützen, die der Veranschaulichung dienen.

Icon_Arrow_Right__1_.png Grundlegende Informationen: deine Eckdaten

Um deine individuelle Physiologie zu bewerten, muss zunächst ermittelt werden, was für dich normal ist. Darauf basierend werden Veränderungen und Verbesserungen beurteilt. Nachdem du Oura ungefähr 2 Wochen verwendet hast, verfügt die App über ausreichend Daten, um einen Basiswert für deinen Ruhepuls und deine Herzfrequenzvariabilität sowie weitere Oura-Messparameter festzulegen.

Eine Möglichkeit, deinen persönlichen Basiswertbereich zu ermitteln (*nur für den Ruhepuls), ist die Auswertung des Diagramms oben in der Tagesformansicht Icon_Readiness__1_.png. Dein Ruhepuls wird in kleinen weißen Kreisen angezeigt. Indem du nach links und rechts durch das Diagramm scrollst, bekommst du eine Vorstellung davon, was für dich normal ist. Auskunft über deinen normalen Bereich geben auch die Trends deiner Tagesform (kannst du über das Menü Icon_Bars.png in der oberen linken Ecke der Startansicht Icon_Home.png aufrufen). Sieh dir dort die wöchentlichen und monatlichen Schwankungen deines Ruhepulses und deiner HFV an.

Da jeder Körper anders ist und sich auf individuelle Weise auf Bedingungen einstellt, kann dein Ruhepuls relativ stabil erscheinen oder gelegentlich leicht veränderlich sein. Das Gleiche gilt für deine HFV. Es gibt keine allgemeingültige Definition von „gut“ oder „schlecht“. Ruhepuls und HFV sind sehr individuell. Auch ist es völlig normal, wenn ein Wert mal stark abweicht (sogenannter Ausreißer) und beispielsweise der Ruhepuls in einer Nacht ungewöhnlich hoch ist. Unser Rat lautet, diesen Ausnahmen keine zu große Bedeutung beizumessen und lieber auf längerfristige Stabilität zu achten. In der nachfolgenden Abbildung sind zum Beispiel Werte dargestellt, die auf einen typischen Bereich für nächtliche RP-Durchschnittswerte von 51 bis 59 S/min schließen lassen.

*In der gleichen Weise kann die HFV anhand der wöchentlichen und monatlichen Ansichten der Trends ausgewertet werden.

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Ermittle also zunächst anhand deiner Oura-Daten deine Normalwerte und setze diese anschließend in Bezug zu deinen täglichen Diagrammen und Werten.

Icon_Arrow_Right__1_.png Teil 1:

Diagramm deines Ruhepulses (RP) Icon_Moment_Onboarding_3__1_.png

Icon_Checkmark_Large__3_.png Worauf du achten solltest

Icon_Lowest_Heart_Rate_Indicator.png Allgemein gesprochen gilt, dass niedrige RP-Werte besser sind. Das Ziel ist es, dass sich deine Herzfrequenz innerhalb deines Normalbereichs bewegt und weder zu hoch (mehr als 5 S/min über deinem Durchschnittswert) noch zu niedrig (mehr als 10 S/min unter deinem Durchschnittswert) ist. Außerdem sollte der Ruhepuls seinen niedrigsten Wert in der ersten Nachthälfte erreichen, damit dein Körper ausreichend Zeit hat, um sich zu erholen und neue Kraft für den kommenden Tag zu schöpfen. *Die niedrigste nächtliche Herzfrequenz ist im Diagramm durch einen hellen weißen Punkt hervorgehoben.

Icon_Lowest_Heart_Rate_Indicator.png Es ist normal, dass die Herzfrequenz in der zweiten Nachthälfte leicht ansteigt, die meist von vermehrtem REM-Schlaf (also Traumschlaf) geprägt ist. Außerdem steigt sie vor der Aufstehzeit an. Idealerweise sollte dein Ruhepulsdiagramm eine Form haben, die entfernt an ein Lächeln erinnert Icon_Mood_Happy__1_.png. Dies ist der Fall, wenn der Ruhepuls auf der linken Seite des Diagramms (beim Schlafengehen) hoch ist, dann zur Mitte hin abfällt und schließlich auf der rechten Seite wieder ansteigt (in Richtung deiner Aufstehzeit).

Icon_Checkmark_Large__3_.png Niedrigster RP-Wert in der ersten Nachthälfte erreicht.

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Icon_Lowest_Heart_Rate_Indicator.png Wenn dein Ruhepuls erst in der zweiten Nachthälfte seinen Tiefpunkt erreicht, ist dies ein Zeichen dafür, dass dein Körper verstärkt arbeiten muss. Wie dein RP und deine HFV im Laufe der Nacht reagieren, spiegelt wider, wie stark dein Körper und deine Psyche am Vortag belastet wurden. Wenn deine Herzfrequenz nach dem Schlafengehen ansteigt oder aber abfällt, ohne vor der Aufstehzeit wieder anzusteigen, ist dies ein Zeichen dafür, dass sich dein Körper noch nicht richtig vom Vortag erholt hat. Dies ist bedingt durch Faktoren, die mit deinem Verhalten und deinem Lebensstil zusammenhängen. In diesen Fällen kann die Trendlinie eher wie ein Hügel oder eine Abwärtskurve aussehen.

Icon_Close__2_.png Niedrigster RP erst in der zweiten Nachthälfte erreicht.

mceclip10.png mceclip11.png

Icon_Arrow_Right__1_.png Teil 2:

Das Diagramm deiner Herzfrequenzvariabilität (HFV) Icon_HRV__2_.png

Icon_Checkmark_Large__3_.png Worauf du achten solltest

Icon_Lowest_Heart_Rate_Indicator.png Ganz allgemein gesprochen sind höhere HFV-Werte besser. Es ist gut, wenn der Wert deinem normalen HFV-Durchschnittswert entspricht oder darüber liegt. Signifikant höhere Werte als die, die du normalerweise in Oura siehst, können aber auch bedeuten, dass dein Körper zu erholt ist. Wenn das der Fall ist, fühlst du dich vielleicht etwas träge und energielos. Werte, die über deinen typischen HFV-Werten liegen, sagen aber in der Regel aus, dass dein Körper bereit für den Tag und neue Herausforderungen ist.

Icon_Lowest_Heart_Rate_Indicator.png HFV-Werte, die leicht unser deinem normalen Durchschnittswert liegen, sind kein Grund zur Sorge, da die HFV ein sehr sensitiver Messparameter ist. Wenn der Wert jedoch weit unter deinen gewöhnlichen Werten liegt, zeigt dir dein Körper dadurch an, dass du dich nicht optimal um deine Erholung und dein Wohlbefinden kümmerst. In diesem Artikel findest du eine Liste der möglichen Ursachen für diesen Trend (unter Punkt 2).

Icon_Lowest_Heart_Rate_Indicator.png Ganz allgemein lässt sich zudem sagen, dass größere Variation (d. h. ein „Auf und Ab“ im Diagramm) ideal ist, denn es deutet auf eine hohe Reaktionsfähigkeit deines Herzens hin. Außerdem ist es ein Zeichen für die Vernetzung mit anderen wichtigen Körpersystemen wie dem autonomen Nervensystem, dem Gehirn usw. Du kannst dies näher ergründen, indem du dir die Linien im Diagramm und deinen maximalen HFV-Wert (wird in kleiner blauer Schrift unter deinem Durchschnittswert angezeigt) ansiehst.

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